Waschbärenfamilie am Aussiedlerhof Hensler | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Die possierlichen Tiere können erhebliche Schäden verursachen

Waschbärenfamilie am Aussiedlerhof Hensler


Waschbären gelten in der EU als invasive Art. Ihre Population nimmt seit Jahren zu. Da sie hier kaum natürliche Feinde haben und sehr anpassungsfähig sind, werden sie auch in Ortschaften immer häufiger angetroffen und können sich dort in Gebäuden einnisten.

Waschbären kommen sowohl am Boden als auch auf Bäumen und in Gewässernähe sehr gut zurecht. Durch ihr Fressverhalten können sie zudem andere Tierarten beeinträchtigen und lokal dezimieren, etwa indem sie Gelege, Jungvögel, Amphibien oder Kleintiere fressen.

Auch wenn die Tiere auf den ersten Blick niedlich und harmlos wirken, können sie erhebliche Schäden an Gebäuden verursachen. Häufig richten sie sich auf Dachböden oder in anderen geschützten Bereichen von Gebäuden ein. Dabei können Dachisolierungen, Dämmmaterialien, Unterspannbahnen, Holzverkleidungen, Lüftungsöffnungen und Kabel beschädigt oder zerstört werden. Zudem können Kot und Urin zu Geruchsbelästigung, Verunreinigungen und weiteren Folgeschäden führen.

Grundstückseigentümern wird daher empfohlen, geeignete Vorkehrungen zu treffen, um den Tieren den Zugang zu Gebäuden zu erschweren. Waschbären sind geschickte Kletterer und gelangen oft über Fallrohre, Rankhilfen oder andere Aufstiegsmöglichkeiten auf Dächer. Als Schutzmaßnahme kommen beispielsweise Übersteigschutzvorrichtungen an Fallrohren sowie das Beseitigen sonstiger Kletterhilfen in Betracht.

Für weitere Informationen oder bei Fragen zum Umgang mit Waschbären stehen die örtlichen Jagdpächter sowie die Untere Jagdbehörde zur Verfügung.